Herzlichen Glückwunsch, Madonna!


Neben der ausführlichen Biografie hier ein kompakter Überblick über 51 Jahre Madonna. Allgemeinwissen über die Pop-Queen...


1958-1977
Madonna wächst als älteste Tochter einer katholischen Großfamilie mit italienischen Wurzeln im Umfeld der Autostadt Detroit (Michigan) auf. Ein prägender Schicksalschlag ist der Krebstod ihrer Mutter 1963. In Jugendjahren nimmt sich ihr Tanzlehrer Christopher Flynn ihrer an, bringt sie in Kontakt mit Kultur und schwulen Tanzclubs und ermutigt sie, ihren Traum vom Tanzen weiter zu verfolgen.


Mit 7 Geschwistern

1977-1982
Ein Tanzstudium an der University of Michigan bricht Madonna ab, um mit 18 Jahren nach New York aufzubrechen. In fünf Jahren, in denen sie sich mit Gelegenheitsjobs (u.a. als Nacktmodell) über Wasser hält, arbeitet sie als Tänzerin, dann Band-Musikerin und schließlich Front-Sängerin. Über ein Demo-Tape, für das sie den DJ Mark Kamins interessieren kann, erhält sie 1982 als Solo-Sängerin einen Plattenvertrag bei Sire Records.


Mit 18 nach New York

1983
Nachdem Madonnas erste Single "Everybody" ein Achtungserfolg in den Dance-Charts wird, dreht sie für die zweite Single "Burning Up" ihr erstes Musikvideo. Im Sommer - ein dreiviertel Jahr nach Unterzeichnung des Plattenvertrags - erscheint ihr erstes Album "Madonna". Die dritte Single "Holiday" wird zu Madonnas erstem Top 20 Hit im Heimatland USA. Doch zum größten weiblichen Popstar der Saison entwickelt sich gerade Cyndi Lauper.


Mit baumelnden Kruzifix

1984
Nach ersten Auftritten in Europa wird "Holiday" auch dort zum Hit. Im Video zu "Lucky Star" zelebriert Madonna ihr spezielles bauchnabel-freies Outfit. Für einen riesigen Karriere-Schub sorgt Madonnas Auftritt bei den ersten mtv music awards, wo sie sich lasziv im weißen Brautkleid auf dem Bühnenboden wälzt und "Like a Virgin" singt. Der Song wird über Weihnachten zum ersten US-Nr.1-Song und fördert den Absatz ihres gleichnamigen Albums.


Mit freiem Bauchnabel

1985
Madonna-Mania: Das Album "Like a Virgin" verkauft sich millionenfach, sieben Hitsingles, "Wannabes", die sich im Madonna-Stil kleiden, Aufsehen erregende Videoclips (z.B."Material Girl"), die erste US-Tournee und ein erfolgreicher Kultfilm "Susan..." in den Kinos. Nie zuvor gab es einen größeren weiblichen Popstar. Im August tritt Madonna bei den Live Aid-Konzerten auf und heiratet Sean Penn. Noch halten viele sie für eine talentlose Eintagsfliege.


Mit Filmerfolg "Susan"

1986
Die "Eintagsfliege" behauptet ihren Status als größter weiblicher Popstar aller Zeiten und nimmt gleichzeitig den größten optischen Wandel in ihrer Karriere vor (von Zottelhaar zu blondem Kurzhaar, von Kruzifix-Ketten und nabelfreiem Shirt zur Korsage). "True Blue" wird zu ihrem meistverkauften Studioalbum. Jede Single (u.a. "Live to tell" und "Papa don't preach") ein Welthit, Madonna macht sich zur Marke und zelebriert mit jedem perfekten Videoclip Aufsehen erregende Image-Wechsel.


Mit zweideutigem Shirt

1987
Immer häufiger wird Madonna wegen ihres Styles mit Marilyn Monroe verglichen. Sie geht auf ihre erste Welttournee und spielt dabei nur in Stadien. Obwohl ihr musikalischer Erfolg nicht zu stoppen ist, floppen ihre neuesten Versuche als Filmschauspielerin in "Shanghai Surprise" und "Who's that Girl". Die Filmmusik zu "Who's that Girl" wird demgegenüber ein Erfolg, der Titelsong wird ihr zweiter Latino-Popsong in Folge, der Nummer 1 der World Charts wird.


Mit spanischem Flair

1988
Eines der ruhigsten Jahre in Madonnas Karriere. Die Ehe mit Sean Penn ist nahezu am Ende, und sie startet eine Affäre mit John F. Kennedy jr.. Von Mai bis September spielt Madonna am Broadway Theater in "Speed the Plow". Geprägt durch eine melancholische Lebensphase (das Ende ihrer Ehe, der Tod zahlreicher Freunde an Aids, Madonna erreicht das Alter, in dem ihre Mutter starb) arbeitet sie im Herbst am sehr autobiografischen Album "Like a Prayer".


Mit Naturhaarfarbe

1989
Scheidung von Sean Penn. "Like a Prayer" wird erstmals selbst von Kritikern als eines der besten Alben des Jahres beurteilt. Wegen des "Skandal"-Videos zum Titelsong wird Madonna von Katholiken Blasphemie vorgeworfen, und ein Werbespot mit Pepsi wird abgesetzt. Auch mit den weiteren Clips ("Express Yourself", "Cherish") perfektioniert sie die Videokunst. "Express Yourself" ist Vorbote einer sexuell provokanteren Richtung ihrer Arbeit.


Mit Kritikerlob

1990
Musikalisch entfernt sich Madonna vom Pop der 80er Jahre. Stattdessen einerseits moderne Dance-Rhythmen mit "Vogue", andererseits jazzige Big Band-Sounds mit dem Dick Tracy inspirierten Album "I'm Breathless". In "Vogue" und "Justify my Love" zelebriert sie die schwule Subkultur, und Homosexuelle werden eine immer wichtigere Zielgruppe. Ein Triumph wird die "Blond Ambition" World Tour, mit der sie Wegweiserin für dramaturgische, perfekt chorografierte Pop-Shows wird. Jean Paul Gaultier entwirft die legendären Kostüme.


Mit Gaultier Korsett

1991
Bis auf Auskopplungen aus der "Immaculate Collection", dem bis heute meistverkauftesten Greatest Hits Album einer Sängerin, wird es in den Charts ruhig um Madonna. Im Mai sorgt sie in Cannes mit der Veröffentlichung ihrer Tour-Dokumentation "Truth or Dare - In Bed with Madonna" für großes Aufsehen. Einige Szenen schockieren die Öffentlichkeit. Der Film sorgt für viel PR, spielt sein niedriges Budget um ein Vielfaches ein und bleibt jahrelang der erfolgreichste Kino-Dokumentarfilm.


Mit Tour-Doku in Cannes

1992
Harmlos beginnt es mit dem Filmerfolg "Eine Klasse für sich", dazu gehörigem Singlehit "This used to be my playground" und Gründung ihres Medienunternehmens "Maverick". Dann treibt Madonna im Herbst ihr Sex-Image mit dem Buch "Sex" und dem Album "Erotica" an die Spitze. Im Buch inszeniert sie zahlreiche sexuelle Spielarten und überschreitet die Grenze zur Pornografie. Die Pop-Karriere leidet unter dem Skandal, und der Absatz von "Erotica" stürzt sehr schnell ab.


Mit SM-Fantasien

1993
In Medien und breiter Öffentlichkeit ist Madonna unbeliebter denn je, vielfach sogar Hassobjekt. Bei der Premiere des Erotik-Thrillers "Body of Evidence" wird sie ausgelacht, ihre Singles werden weltweit nicht mehr automatisch Top Ten Hits und das Album "Erotica" wird für Madonnas Verhältnisse zum Flopp. Einziger Lichtblick in ihrer Karriere ist die "Girlie Show", bis heute eine der kreativsten Madonna-Tourneen.


Mit Girlie Show

1994
Noch einmal schockiert Madonna mit provokantem Auftritt in der Talkshow von David Lettermann. Sanfter klingt sie in ihrer Ballade "I'll remember" und - ein halbes Jahr später - auf dem Album "Bedtime Stories" mit den Hits "Secret" und "Take a Bow". Motto des mittelmäßig erfolgreichen Albums ist vor Allem Romantik, aber auch Bewältigung der Schelte der vorangehenden Monate. Privat beginnt nach einer Affäre mit Basketballer Dennis Rodman die mehrjährige Beziehung mit Carlos Leon.


Mit-Gute-Nacht-Story

1995
Nach eleganten Auftritten im Video "Take a Bow" und als Model der Versace-Werbe-Kampagne sowie einem leidenschaftlichen Brief an Regisseur Alan Parker erhält Madonna endlich die Hauptrolle in "Evita". Monatelang bereitet sie sich mit Gesangsunterricht und Recherchen auf die Rolle vor. Musikalisch bleibt sie sanft, und veröffentlicht im Herbst die Balladen-Sammlung "Something to remember", die sich überraschend gut verkauft und den Hit "You'll see" hervorbringt.


Mit sanfter Eleganz

1996
In den ersten Monaten des Jahres finden die Dreharbeiten zu "Evita" statt. Parallel wird Madonna schwanger. Aussagen aus ihrem näherem privaten Umfeld zufolge verändert sich Madonna nicht nur durch die Geburt ihrer Tochter Lourdes, sondern auch mit dem zu dieser Zeit beginnendem Studium der jüdischen Glaubenslehre Kabbala in Richtung eines weniger egozentrischen Menschen. Ende des Jahres erscheinen Film und Soundtrack "Evita" und werden zum Erfolg.


Mit Evita-Rolle

1997
Golden Globe für die Rolle der "Evita", allerdings kein Oscar (den gibt es nur für den Filmsong "You must love me"). Nach Kinoerfolg und Single-Hit "Don't crie for me Argentina" wird es ruhig um Madonna, und sie genießt die Mutterschaft. Erst im Herbst soll es erneut ins Tonstudio gehen, und - mit mütterlicher und spiritueller Erleuchtung - entsteht zusammen mit dem noch relativ unbekannten Produzenten William Orbit das Werk "Ray of Light".


Mit Töchterchen Lola

1998
Mit dem sphärisch-elektronischem Album "Ray of Light" und Hits wie "Frozen", "Ray of Light" und "The Power of Goodbye" gelingt Madonna ein Comeback an der Spitze des Pop-Olymps. Dazu gibt es vier Grammys und viele andere Awards. In Deutschland wird das Album das erfolgreichste ihrer Karriere. Endlich wird Madonna als Musikerin respektiert. Optisch wandelt sie sich von der Diva zum spirituellen Hippie mit zotteligen in Gewändern, Ethno-Kluften oder legeren Jeans.


Mit Hippie-Locken

1999
"Ray of Light" bleibt Dauerbrenner in den weltweiten Charts. Neue Musik gibt es nur mit dem Hit "Beautiful Stranger". Erstmals seit Evita steht Madonna vor der Kamera für den Film "Ein Freund zum Verlieben", wird damit aber 2000 nicht erneut im Kino punkten. Über Stings Ehefrau Trudy Styler lernt sie den britischen Filmregisseur Guy Ritchie kennen und ist immer häufiger in London.


Mit Spiritualität

2000
Das Millenium beginnt mit dem Hit "American Pie". Ein halbes Jahr später - unmittelbar nach Geburt ihres Sohnes Rocco - folgt das Album "Music", das sie vor Allem mit dem französischen Produzenten Mirwais aufnimmt. Der Titelsong "Music" wird zu einem der größten Hits ihrer Karriere. Legendär wird ihr zum Konzept des Albums passendes Cowgirl-Outfit, das sie besonders überzeugend in "Don't tell me" präsentiert. Im Dezember heiraten Madonna und Guy Ritchie in Schottland.


Mit Cowgirl-Outfit

2001
Nach acht Jahren Abstinenz geht es auf atmosphärische "Drowned World Tour". Dreimal dreht sie mit Gatten Guy: das provokant-aggressive Video zu „What it feels like for a Girl“, den selbstironischen BMW-Werbespot "Star" und den Spielfilm „Swept away“. Vor lauter Familienglück, ausgelaugt vom Tour-Stress und nach Differenzen mit Warner Music deutet Madonna am Jahresende ein mögliches Ende als Popstar an und promoted ihre Greatest Hits „GHV2“ nur sehr halbherzig.


Mit E-Gitarre on stage

2002
Anfang des Jahres sieht es weiter so aus, als würde sich in Madonnas Leben immer mehr um Familie und Selbstverwirklichung drehen. Im Sommer verwirklicht sie sich in ihrer neuen Heimat London im Theaterstück „Up for Grabs“. Im Herbst kommen zwei Filme mit ihr ins Kino: der äußerst erfolgreiche James Bond „Die another day“, in dem sie nur eine Mini-Gastrolle hat, dafür aber den Titelsong singt, und „Swept away“, der zum größten Flop ihrer Filmkarriere wird und sie schließlich dazu bewegt, das Schauspielern aufzugeben.


Mit Rückzugplänen

2003
Einen der folgenreichsten Fehler in Madonnas Karriere: das Anti-Irakkrieg-Video "American Life". Fortan muss sie sich mit Boykotten in US-Radiostationen abfinden, und viele Singles kommen nicht mehr in die US-Charts. Als sie das Video aus Sicherheitsbedenken zurück zieht, büßt sie auch bei Kriegsgegnern den Ruf der Unbeugsamen ein. Der Erfolg des Albums "American Life" leidet. Aufsehen erregt sie mit dem Achtungserfolg ihrer ersten Kinderbücher und einem Zungenkuss mit Britney Spears.


Mit Kinderbüchern

2004
In den Charts wird es ruhig um Madonna. Größte Aktion des Jahres: Die erfolgreiche "Re-Invention-Tour", bei der sie mit einem Paket an größten Hits den Status als Megastar behauptet. Schwerpunkt der Medienberichterstattung ist ihre Kabbala-Anhängerschaft, die nach acht praktizierten Jahren nun immer stärker in ihre Arbeit (u.a. die Kinderbücher, einigen Texte auf „American Life“ und die Bühnenshow zur Tour) einfließt. Unmittelbar nach Tournee-Ende geht es sogar auf spirituelle Reise nach Israel.


Mit neuem Tour-Korsett

2005
Nach „American Life“-Boykotten und Kabbala-Schelte kommt Madonnas legendärer Auftritt auf dem von Bob Geldorf initiierten Live8-Konzert sehr gut an. Ein schwerer Reitunfall an ihrem Geburtstag wirft ihre Arbeit nur wegen ihrer eisernen Disziplin nicht zurück, und Madonna startet mit Discokugel und 70s Föhnwelle eine Riesen-Kampagne für das Retro-Dance-Album „Confessions on a Dancefloor“, das sowohl von Fans als auch Kritikern Bestens aufgenommen wird. Erstauskopplung „Hung Up“ wird zum Hit des Jahres.


Mit Föhnwelle

2006
„Confessions…“ und Singleauskopplungen wie „Sorry“ dominieren weiter die Charts, und schließlich geht Madonna mit den Songs auf Confessions Tour. Es soll die umsatzstärkste Tournee einer Sängerin aller Zeiten werden. Ihr Auftritt am Kreuz mit Dornenkrone zu "Live to tell" wird zum Skandal. Einen noch größeren Aufschrei gibt es, als Madonna nach Tourende im afrikanischen Malawi das Kleinkind David adoptieren will.


Mit Dornenkrone

2007
Bis auf eine Modelinie für H&M spielt sich Madonnas Arbeit vor Allem hinter den Kulissen ab. Parallel arbeitet sie an neuer Musik und als Regisseurin am schräg-unkonventionellen Spielfilm "Filth and Wisom" sowie der Dokumentation über Waisenkinder in Malawi "I am because we are". Wieder einmal glänzt sie bei einem Konzert, dieses Mal Live Earth, wo sie mit dem Gypsy-Punk-Duo Gogol Bordekki auftritt. Im Herbst schließt sie mit der Konzertagentur Live Nations einen Mega-Deal über mehrere Alben und Tourneen ab.


Mit Gypsy-Musik

2008
Madonna veröffentlicht ihre ersten Arbeiten als Filmregisseurin ("Filth and Wisdom" und "I am because we are"). Kurz nach der Aufnahme in die Rock'n Roll Hall of Fame erscheinen das Album "Hard Candy" und das Single-Duett mit Justin Timberlake "4 Minutes". Die Adoption von David wird genehmigt. Während Madonna sich auf ihre "Sticky & Sweet"-Tour vorbereitet, häufen sich Gerüchte über eine Scheidung. Ihr Bruder Christopher veröffentlicht das Buch "Life with my sister". Madonna wird 50. Ende des Jahres schließlich Scheidung nach acht Ehejahren.


Mit (fast) 50 Jahren

2009
Bei Fotoaufnahmen unter dem sinnlichen Motto "Blame it on Rio" lernt Madonna das brasilianische Model Jesus Luz kennen, und "Madonna und Jesus" werden ein Paar mit 28 Jahren Altersunterschied. Die zweite Adoption eines Kindes aus Malawi scheitert zunächst, wird aber im Juni doch ausgesprochen. Im Sommer setzt Madonna ihre "Sticky &Sweet" Tour fort, und sie wird mit 408 Mio. $ zur umsatzstärksten Tour eines Solokünstlers. Nach Veröffentlichung des Best Of-Albums "Celebration" besucht Madonna zu Hilfsprojekten erneut Malawi und erstmals Brasilien.


Mit Einnahmen-Rekord

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