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Disco Queen


"Brauchen wir Madonna überhaupt noch? Allerdings. Denn so wie Andy Warhol Dinge über Kunst und Gegenwart gewusst hat, die Duchamp in hundert Jahren nicht erraten hätte, verbindet Madonna das Händchen für unbesiegbare Stampfer und Brüller nach wie vor mit Mutterwitz und großem Feldherrinnenknall auf eine Weise, hinter der man schon höheren Beistand vermuten muss. […] Seit sie so groß wurde, wie sie ist, will jeder kleine Wurstel sie straucheln sehen und raunt davon, dasssie es jetzt aber wirklich zu weit treibt, mit dieser Filmrolle, diesem Kinderbuch, dieser Platte, dieser Sekte. Manchmal wankt sie, manchmal zittert sie. Aber das Hochseil ist eine schwingende Saite. Madonna kommt zurecht damit. Sie wohnt da oben."

Artikel in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zur Veröffentlichung von "Confessions on a Dancefloor"

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Hang zur Selbstironie

Madonna führt im rosafarbenen Gymnastik-Anzug im Video zu "Hung Up" einen gelenkigen Auftritt vor. 


Eine Renaissance der Disco-Ära zelebrierte Madonna beim Styling zu Album und Tournee unter dem Motto "Confessions". Pink, violett und silber waren die dominanten Farben. Die Gymnastik-Anzüge, die sie trug, erinnerten an die Zeiten von Abba und Aerobic. Beim Bühnenoutfit zur Confessions-Tour wurde der weiße John Travolta-Anzug aus "Saturday Night Fever" kopiert, eine weiß-violette Kombination aus Leggings und Top lehnten sich an einen Auftritt von Agnetha und Ana-Frid an. Unter einem Kleid oder Stretch-Outfit trug Madonna immer wieder fleischfarbene Strumpfhosen, die zwischen Knie und Wade endeten.  

Frisurentechnisch holte Madonna die voluminöse Föhnwelle aus der Versenkung, und konnte damit viel Aufmerksamkeit und viele Nachahmerinnen gewinnen.

Siehe: Videos zu "Hung Up" (2005) und "Sorry" (2006) * Bühnen-Outfit zur "Confessions Tour" (2006) * Booklet zum Album "Confessions on a Dancefloor" (2005)    

Mann an ihrer Seite: Guy Ritchie

Hintergrund

Die Disco-Föhnwelle

zum Album "Confessions on a Dancefloor"


Die Gesellschafts- und Politikkritik, die Madonna im Rahmen ihres Projekts "American Life" von sich gab sowie die vielen Medienberichte zu ihrer Kabbala-Anhängerschaft wirkten sich negativ auf den Erfolg dieser Karrierephase aus. Ihre Zielgruppe vermisste vor Allem den gewohnten Spaßfaktor an ihrer Arbeit. "Madonna, don't preach" war die einheilige Meinung. Als sich Madonna schließlich Ende 2005 mit dem Nonstop-Dance-Album "Confessions on a Dancefloor" zurück meldete, das ein unbeschwertes Party-Gefühl in die bevorstehende dunkle Jahreszeit brachte, konnte sie an ihre großen Erfolge anknüpfen. Sowohl die Kritiker als auch die Fans und Sympathisanten waren begeistert. Die Erstauskopplung "Hung Up" brach alle Rekorde und kam in 41 Ländern an die Chartspitze. Ähnlich erging es dem Album, das auf 40 Märkten Platz eins erreichte. "Confessions..." wurde zu einem Retro-Album nahezu sämtlicher populärer Dancefloor-Musikstile seit den späten 70er Jahren. Teilweise wurden Melodien alter Dance-Klassiker (z.B. von Abba, Donna Summer, Jackson 5 oder Madonna selber) gesampelt, teilweise aber auch nur die Rhythmen und Beats der verschiedenen Stile geborgt.  

Das beinahe "trashige" Disco-Queen-Styling, das Madonna 2005/2006 präsentierte, war vor Allem aus folgenden Gründen ein Riesen- Erfolg: Es passte ideal zu einem Dancefloor-Album, da das Outfit perfekt die große Disco-Ära repräsentierte. Des Weiteren konnte Madonna mit diesem Outfit beweisen, dass ihr nach all ihren vielen Stylings immer noch nicht die Ideen ausgegangen waren, und sie sich dabei mit Humor nicht allzu ernst nehmen musste. Zu guter Letzt konnte sie im Gymnastik-Anzug in Videos und Bühnenshows demonstrieren, wie gelenkig und fit sie mit Ende Vierzig noch war. Allerdings konnte sie trotz frischem Aussehen und Gelenkigkeit mittlerweile nicht mehr verhindern, das ihr für Pop-Verhältnisse hohes Alter immer stärker zum Thema und Angriffspunkt in Medien und Öffentlichkeit wurde.

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Letzte Änderung am Sonntag, 16. Januar 2011 um 15:04:56 Uhr.

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