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Marylin obszön

 "Ich weiß, ich bin nicht die beste Sängerin oder die beste Tänzerin... Aber das ist auch nicht das, was ich will. Ich will politisch sein" 
Madonna

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Für die Zeitschrift "Vanity Fair"

Madonna stellt einige legendäre Monroe - Auftritte nach (hier: Auftritt der Filmlegende am Madison Square Garden auf dem Rücken eines Elefanten von 1955)

Am Ende eines Jahres voller glamouröser Auftritte (1990) nahm sich Madonna erneut dem Motto "Marilyn Monroe" an. Dieses mal jedoch deutlich provokanter und obszöner als Mitte der 80er Jahre.
  
Frisuren und Make-Up waren zu dieser Zeit perfekter an die zeitlose Monroe angepasst denn je. In Fotosessions war sie oberhalb des Halses eine nahezu perfekte Kopie. Unterhalb des Halses deutete jedoch schon Vieles auf die sich anbahnende "Sex"-Welle von Madonna hin. Vielfach trug sie nur Dessous und Netzstrümpfe. Erstmals seit dem Beginn ihrer Karriere entstanden sogar Nacktaufnahmen von Madonna. Nicht nur Madonnas (oftmals wenige oder nicht vorhandene) Kleidung, sondern auch die Bildmotive waren eindeutig erotisch: Männer, die ihr tief ins Dekolletee blickten oder vor ihr den Reißverschluss der Hose öffneten, lesbische und schwule Zärtlichkeiten, "im Bett mit Madonna", Madonna in Unterwäsche im spielerisch-erotischen Umgang mit der US-Flagge und vieles mehr provozierten die Öffentlichkeit. Madonna spielte zwischen Glamour und softer Pornografie. Im Video zu "Justify my love" marschiert Madonna mit benommen-obszönen Blick im schwarzen Mantel mit einem Koffer in der Hand auf Hotelfluren und enthüllt wenig später, dass sie unter dem Mantel nur Strapse und Dessous trägt.
 
Bei einem Auftritt bei der ehrwürdigen Oscar-Verleihung setzte Madonna nur auf Eleganz und trat in einem bodenlangen weißen Kleid, mit Schmuck im Wert von mehreren Hunderttausend Dollar und Marilyn-Frisur auf.


Siehe: Justify my love (Video, Nov. 1990) * Oscar-Auftritt (März 1991) * In bed with Madonna (Promo-Fotos, 1991) * Vanity Fair Titelstory (Anfang 1991) 

Mann an ihrer Seite: Tony Ward

Hintergrund


Bis 1990 hatte sich Madonna eine nie zuvor bei einer anderen Sängerin zu beobachtenden Machtposition in der Popkultur aufgebaut. Jedes musikalische Werk, jeder Film, jede Äußerung, jedes Outfit sorgte für Aufsehen, Wirbel und Kontroversen. Um 1990 - auf dem Höhepunkt von Madonnas Macht - schien es weltweit kaum eine Abstimmung im kulturellen Bereich zu geben, bei der Madonna nicht gleichzeitig auf dem "besten" und "schlechtesten" Platz landete.

Es kostete ihren Ruhm voll aus und zeigte gleichzeitig vollen Einsatz. Sie hatte sich zum absoluten Vollprofi entwickelt, widmete sich Tag und Nacht ihrer Karriere und erweckte den Anschein, die Medien voll im Griff zu haben. Madonna nutzte zunehmend ihre Macht, um politische Standpunkte zu vertreten. Hatte sie sich zuvor schon mit der katholischen Kirche und der Prüderie Amerikas angelegt, so nahm sie sich ab Ende 1990 verstärkt dem Thema Homosexualität an: Im Backstage-Dokumentation "In Bed with Madonna", im Video zu "Justify my love", in zahlreichen Interview und Fotosessions - überall konfrontierte Madonna die Öffentlichkeit mit diesem Thema. Hinzu kam, dass Madonna zu dieser Zeit eine Beziehung mit dem bisexuellen Model Tony Ward hatte, der u.a. in Schwulenfilmen mitgespielt hatte, und ständig mit ihrer "Busenfreundin", der bekennenden Lesbe Sandra Bernhard, zu sehen war. Damit, dass Madonna ein provokantes Thema im Marilyn Monroe-Stil auslebte, lehnte sie sich sicherlich noch weiter aus dem Fenster.

Die Phase ab 1990/91 ist in Madonnas Karriere als allmähliche Abkehr vom Mainstream anzusehen. Sie hatte immer weniger Anhänger im Teenager-Markt, und wurde in stärkerem Maße zur Schwulen-Ikone. Dieser Fankreis, der seit jeher Stars von wie Marilyn Monroe oder Marlene Dietrich fasziniert war, sollte ihr in den anstehenden schwierigen Jahren ihrer Karriere treu bleiben.

Marilyn obszön

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Letzte Änderung am Sonntag, 16. Januar 2011 um 15:04:25 Uhr.

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