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Die another day

Everybody wants to do the theme song of a James Bond movie, and I never liked to do what everybody else likes to do. It's just some perverse thing in me, right? So, but then I thought about it and I said, you know what? James Bond needs to get -- needs to get techno ..."

antwortete Madonna 2002 in einem Fernsehinterview mit Larry King auf die Frage, wie sie reagierte, als ihr das Angebot gemacht wurde, den neuen James Bond Song beizusteuern. Und ihr musikalischer Beitrag zum Film löste heftige Kritik aus. Elton John - zum Beispiel - konnte es sich nicht verkneifen, "Die another Day" als schlechtesten Bond-Song aller Zeiten zu bezeichnen.
Kritik hin oder her, der Lied passte zum James Bond des Jahres 2002, der viel actionreicher, moderner und schneller war als alle anderen Filme der Reihe. Und letztlich schafften es Madonna und Produzent Mirwais, durch intensive Streicherpassagen, die das Liedvon Anfang bis Ende durchziehen, die klassische Eleganz und Spannung des Bond-Themas zu erzeugen. Besonders in der Tango-Choreografie, die Madonna auf ihrer "Re-Invention-Tour" (2004) zum Lied vorführt, wird dieses deutlich.

Mit dem Video zu "Die another day" steht Madonna erneut in der Tradition ihrer zugleich tiefenpsychologischen und mit religiösen Symbolen beladenen Videos wie "Like a Prayer" oder "Bedtime Story". Sie schlägt eine Brücke von der spannungsgeladenen Aggressivität des Geheimagenten- Action-Movies James Bond über die Tiefenpsychologie bis zum jüdischen Glauben und zur Kabbala-Lehre. Im Liedtext wird dies am Deutlichsten in der Aussage: "Sigmund Freund, analyse this" und dem symbolischen Tattoo mit der Aussage: "Destroy your Ego" (dt.: "Zerstöre dein Ego").
Kernpunkt ist der Kampf zwischen dem Guten (dargestellt durch die "weiße" Madonna) und dem abgründigen Ego (die "schwarze" Madonna) - zwei Seiten, die in unterschiedlicher Ausprägung in jedem Menschen stecken. Madonna inszeniert diesen Kampf als Duell. Solange sich dieser Kampf in Madonnas Geist abspielt, ist sie nicht frei von Qualen. So ist sie im Video einer Folter ausgesetzt. "Pain is just an illusion" sagt Madonna dazu in einer "Making Of"-Sendung von mtv. Mit anderen Worten: Schmerz wird nur durch die eigenen Gedankenstrukturen ausgelöst (und hier spielt sich im Video das Schwarz-gegen-Weiß-Duell ab). Erst als der Kampf beendet ist (das Gute hat gesiegt!), befreit sich Madonna von der Folter. Nun kann ihr niemand mehr etwas antun, da sie ihr Ego erfolgreich besiegt hat.

Änderung

Letzte Änderung am Sonntag, 16. Januar 2011 um 15:03:26 Uhr.

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