Biografie Filme Favoriten Statistik Stil YouTube-Schätze Bücher 51 Jahre Madonna Downloads Weblog madonnalyse.de
Startseite Biografie 2002 bis 2005

Biografie


1958 bis 1982 1983 bis 1985 1986 bis 1987 1988 bis 1991 1992 bis 1994 1994 bis 1997 1998 bis 1999 2000 bis 2002 2002 bis 2005 2005 bis 2007 2007 bis 2009

Links Gästebuch Kontakt Impressum Datenschutzerklärung Rechtliche Hinweise Inhaltsverzeichnis

Belehrende Mrs. Ritchie

20 Jahre Madonna


Im Rückblick können die Jahre 1998 bis 2001 als zweiter Höhepunkt in Madonnas einzigartiger Karriere bewertet werden. Die Verkaufszahlen und der Rummel um ihre Person erreichten möglicherweise nicht ganz das Niveau der Jahre 1984 bis 1990, allerdings verbuchte sie andere Erfolge, die viel wichtiger erscheinen: Madonna hatte - wie kaum einer andere Persönlichkeit - bewiesen, dass sie sich im schnelllebigen Showbusiness über Jahrzehnte als Superstar mit breitem öffentlichen Interesse halten konnte. Zudem bekam sie endlich auch als Songschreiberin, Co-Produzentin, Entertainerin und Frau mit Standpunkt von Kritikern die Anerkennung, die man ihr in den 80er Jahren noch verwehrt hatte. Last, but not least, war Madonna an allen Hochs und Tiefs nicht als Mensch gescheitert, und schien von Jahr zu Jahr mehr persönliches Glück zu erfahren. Im Gegensatz zu vielen anderen Megastars stand Madonna nicht als tragische Figur dar, sondern als dauerhafter Inbegriff des „Megastars“ am Rande der Heiligsprechung.
Doch im Herbst 2002 - pünktlich zum zwanzigjährigen Jubiläum der Unterzeichnung ihres Plattenvertrags und ihrer ersten Single „Everybody“ – schien die Phase des ewigen Lobs in den Medien in eine Phase der Häme umzuschlagen. Die heftigen Verrisse des Guy Ritchie/Madonna-Films „Swept away“ standen in keinem Verhältnis zur Qualität des Films und führten dazu, dass der Film weniger Besucher ins Kino lockte als jeder Madonna-Film zuvor. Weitere Prügel kassierte Madonna für ihren schauspielerischen und musikalischen Beitrag zum James Bond Film „Die another day“. Mit dem ungewohnt modernen Titelsong erzielte Madonna einen weiteren Welthit, doch Kritiker schimpften das Lied als „schlechtesten Bond-Song aller Zeiten“. Bei der Verleihung der „Goldenen Himbeere“ für die schlechtesten Leistungen im Filmbusiness wurde „Swept away“ als schlechtester Film und Madonna als schlechteste Hauptdarstellerin ausgezeichnet, für die Gastrolle in „Die another day“ erhielt sie die Auszeichnung als schlechteste Nebendarstellerin. Madonnas Filmkarriere befand sich erneut auf einem Tiefpunkt, und die Erfahrungen mit "Swept away" war Anlass dafür, dass Madonna nach fast 20 Filmen ihre Ambitionen als Schaupielerin endgültig aufgab.
Anfang 2003 musste Madonnas Pressesprecherin mehrfach negative Gerüchte, die in den Medien grassierten, dementieren. Unter anderem wurde Madonna unterstellt, sie hätte mit ihrer Familie das winterliche London aus Abneigung gegen England verlassen – tatsächlich befand sie sich in Vorbereitung auf die anstehende Albumveröffentlichung in Los Angeles. Des Weiteren hieß es, das neue Album sei derart schwer konsumierbar, dass Warner Music Madonna nach erstem Hören zur Nachbearbeitung des Werkes aufgefordert habe.

American Life

Anfang 2003 häuften sich Gerüchte, dass sich Madonna auf ihrem bevorstehenden Album mit ihrem Heimatland USA anlegen würde. Dieses mal erwiesen sich die Gerüchte als wahr: Madonna kritisierte in den ersten beiden Liedern ihres Albums sowohl den amerikanischen Traum von Besitz und Vermögen (im Titelsong "American Life") als auch die Traumfabrik "Hollywood“. Im Videoclip zu "American Life" ging Madonna so weit, dass sie den zum Drehzeitpunkt noch nicht ausgebrochenen Irak-Krieg und dessen Inszenierung in den US-Medien als eine Mischung aus Modenschau und Ballerei darstellte. Die US-Medien verhielten sich patriotisch und kritisierten Madonna heftig. Letztendlich zog Madonna den Clip 24 Stunden nach dessen Premiere im deutschen Videokanal "Viva" offiziell aus dem Verkehr. Die Vorzeige-Provokateurin gab sich geschlagen, und musste sich plötzlich nicht nur von den Gegnern, sondern auch von den Befürwortern ihrer politischen Statements kritisieren lassen. Monate später begründete sie ihren Schritt damit, dass sie die Unversehrtheit ihrer Familie und die Karriere ihres Mannes als Filmregisseur nicht gefährden wollte. Es scheint, als habe die Madonna sich das allererste Mal in ihrer Karriere aus Furcht selber zensiert.
Einen vergleichsweise schnellen Absturz des neuen Albums "American Life" in den amerikanischen Charts (nach 1 Woche von Platz 1, nach 5 Wochen aus den Top 50) und ein nahezu als Boykott zu bezeichnendes Ausbleiben von Radioeinsatz der ausgekoppelten Singles in den USA konnte sie mit ihrem defensiven Reaktionen allerdings nicht mehr verhindern. Dennoch wurde das Album, auf dem sich Madonna nicht nur Gedanken über den amerikanischen Traum, sondern auch über die Schattenseite des Ruhms, Kabbala, den Tod ihrer Mutter, ihre Beziehung zu Guy und ihre Funktion im Leben machte, nicht überall zum Flop: In 14 Ländern landete es auf Platz 1 der Charts und verkaufte sich im ersten Monat weltweit rund 2,5 Millionen Mal und im zweiten Monat und dritten Monat noch einmal je eine halbe Millionen Mal. Bis zum Erreichen der Vier-Millionen-Marke sollte es noch einige Jahre dauern. Es schien, als hinge der regionale Erfolg des Albums mit der Kriegspolitik des jeweiligen Landes zusammen. So floppte das Album in den kriegsteilnehmenden Ländern USA und Großbritannien und wurde im kriegsgegnerischen Frankreich ein großer Erfolg.

In den Augen des amerikanischen Publikums hatte sich Madonna mit pazifistischen Standpunkten zu weit aus dem Fenster gelehnt. Dieses Mal reagierten die US-Kritiker nicht mit Skandalmeldungen (die hatten in der Vergangenheit ohnehin eher Medienwirbel als Karriereschaden bewirkt), sondern mit Boykott und Verrissen ihrer Arbeit. Wie sehr Madonna diese Reaktion traf, blieb ungewiss. Viele Lieder auf dem Album "American Life" - nicht nur diejenigen, in denen sie sich mit ihrem Heimatland beschäftigt - spiegeln eine Mischung aus Wut und Trotz wider. Obwohl sie vor dem Hintergrund ihrer spirituellen Heimat, der jüdischen Glaubenrichtung Kabbala, von innerem Frieden und der Kraft der Spiritualität sang, prägt die Enttäuschung über die materiellen und oberflächlichen Werte der westlichen Welt und den Preis ihres eigenen Ruhmes die Grundstimmung des Albums. Nicht nur die Protest-Texte, auch die musikalische Mischung aus Gitarre, dumpfer Elektronik und purem Gesang machten "American Life" zu Madonnas Electronic-Folk-Album. Die Folk-Song-Intention wird am Deutlichsten in Liedern wie "X-Static Process" (eines der ungewöhnlichsten Madonna-Lieder, das sie zu dieser Zeit als ihren eigenen Favorit auf dem Album bezeichnete), "Mother and Father" und "I'm so stupid". Im Nachhinein schilderte Madonna die Zusammenarbeit mit Mirwais folgendermaßen: "Wir hatten beide entschieden, dass wir gegen den Krieg waren, rauchten Gauloises, trugen Barret und waren gegen Alles... Ich war in einer sehr nachdenklichen, sehr wütendenden Stimmung, einer Stimmung, politisch zu werden und sehr traurig über George Bush."
Das Projekt „American Life“ ging in den Medien und Charts verhältnismäßig schnell unter. Als zur Adventszeit die Remix-EP "Remixed & Revisited" mit neuen Versionen der bisherigen Singles von "American Life" sowie einigen Bonustiteln nachgeschoben wurde, geschah dies ohne größeres Aufsehen und nennenswerte Verkaufszahlen. Der breiten Öffentlichkeit entging, dass Madonna auf der EP mit ungewohnt harten Rock-Mixen glänzte.
Mehr Aufsehen und Erfolge erzielte Madonna im Spätsommer und Herbst als Gesangspartnerin von Britney Spears auf deren Single „Me against the music“, der Veröffentlichung von Kinderbüchern und einem Auftritt bei den mtv music awards. Bei der Award-Verleihung stand schon nach wenigen Sekunden fest, dass er in die Geschichte der Award-Show eingehen würde: In Anlehnung an Madonnas ebenfalls legendäre Performance von „Like a Virgin“ bei den Music Award 1984 sangen Britney Spears und Christina Aguilera im Madonnas „Boy Toy“-Brautkleid eben diesen Klassiker. Als Madonna als Bräutigam verkleidet dazu stößt und „ihren“ beiden Bräuten schließlich einen Hochzeits-Zungenkuss gab, waren die Reaktionen im Publikum und in den Medien nicht mehr aufzuhalten. Monatelang war „The Kiss“ weltweit ein Thema - von US-Nachrichtensendungen bis hin zum Titelblatt der deutschen Bild-Zeitung. Weiter ging es mit Werbung für die Modekette GAP. Im Werbeclip singt und tanzt Madonna mit der Rapperin Missy Elliot zu einem Mix der beiden Singles „Into the groove“ und „Hollywood“. GAP erhoffte sich, durch Madonna stärker die Zielgruppe der 30- bis 40-Jährigen Mütter zu erreichen. Madonna wiederum erhoffte sich zusätzliche Promotion für geplante Buchveröffentlichungen. In jedem Fall bewies Madonna, dass sie weiterhin von öffentlichem Interesse war.

Kabbala

Bereits während ihrer Schwangerschaft mit Lourdes kam Madonna im Jahr 1996 mit der komplizierten jüdischen Glaubensrichtung Kabbala in Berührung. Seitdem trug sie als Kabbala-Symbol ein rotes Band am Handgelenk und besuchte regelmäßig zum Studium das Kabbala-Zentrum des Rabbi Philip Berg. Mit dieser Glaubensrichtung befand sich Madonna in Gesellschaft anderer Stars wie Mick Jagger, Demi Moore oder Barbra Streisand. Doch kein anderer prominenter Anhänger befand sich diesbezüglich mehr im Medieninteresse und trat seinerseits mehr mit seinem persönlichen Glauben in die Öffentlichkeit als es Madonna ab 2003 tat.
Kabbala wurde in den Medien zum Thema mit der Veröffentlichung von „The English Roses“, dem ersten von fünf Kinderbüchern, die Madonna inspiriert durch die Lehren des Kabbala geschrieben hatte. Bei allen Buchveröffentlichungen zeigte sich Madonna mütterlich in züchtig-braven Kleidern zu Vorlese-Stunden vor Kindern. "Die Englischen Rosen" avancierte – ebenso wie sein Nachfolger „Mr. Peabody’s Apples“ - insbesondere in den USA zum Bestseller. Gerade in Amerika sah man anscheinend lieber die mütterliche als die politische Madonna. Die Einnahmen der Bücher kamen der Kabbala-Kinderhilfsstiftung „Spirituality for Kids“ zu Gute.
Für Madonna bedeutete Kabbala ein wesentlicher Einschnitt im Leben. Viele ihrer Wesens- und Verhaltensänderungen seit 1996 sind nicht alleine auf die Geburt ihrer Kinder zurück zu führen, sondern auch auf ihr langwieriges Kabbala-Studium. In Madonnas Arbeit sind deutliche Zeichen dieser Glaubensrichtung nicht nur in den Kinderbüchern, sondern auch im Text von „Die another Day“, der von der Zerstörung des eigenen Egos handelt, sowie der Handlung und hebräischen Symbole im dazu gehörigen Video zu sehen. Auch der in „Nothing fails „ besungene „Tree of Life“, der den Weg zur Einheit mit Gott beschreibt, sind deutliche Hinweise. Selbst die pazifistischen Aussagen zum Irak-Krieg und die damit zusammen hängende Haltung gegen Präsident Bush können spirituell motiviert gedeutet werden. Neu war ab Ende 2003, dass Madonna Kabbala beim Namen nannte, und öffentlich dafür eintrat.

Re-Invention 2004

The show is over - say good-bye

Anfang März bestätigten sich die Gerüchte einer neuen Tournee. Für zweieinhalb Monate probte sie mit einem großen Aufgebot von Musikern, Tänzern und Backup-Sängern und feierte schließlich am 24. Mai die Tour-Premiere in Los Angeles. Der Vorverkauf hatte sie zuvor aufs Neue als "Queen of Pop" bestätigt: Nahezu alle 900.000 Tickets der Shows in den USA, in Kanada, Großbritannien, Frankreich, Holland und Portugal waren in der ersten Stunde des jeweiligen Vorverkaufstermins vergriffen.
Zur Freude der Fans wurden dieses Mal die größten Hits aus Madonnas Karriere präsentiert. Negative Kritiken gab es von der konservativen US-Presse, da sich Madonna in der Show eindeutig gegen den Irak-Krieg, Präsident Bush und die Todesstrafe aussprach. Und wieder einmal überraschte sie mit einem völlig neuen Gesicht: Innerhalb der von Anfang bis Ende perfekten Show leistete sie sich Spontaneität. Sie redete mehr denn je mit dem Publikum, alberte herum, wandelte Liedzeilen nach Laune spontan um oder vergaß vor lauter Lachen mehrmals den Text. Auch Kabbala wurde in der Show in Form von hebräischen Schriftzeichen thematisiert. Während der Tour grassierte das Gerücht, Madonna wolle künftig aus religiösen Gründen nur noch Esther genannt werden. Als Reaktion auf die Medien, in denen Madonnas Kabbala-Anhängerschaft ohnehin belächelt wurde und in der nach der Namensänderung Parallelen zu den Namens-Eskapaden von Prince alias "The Artist formerly known as Prince" (Tafkap) gezogen wurden, schrie Madonna während eines Konzerts in Toronto den Fans zu "Don't call me Esther." Nach Deutschland sollte die Re-Invention-Tour nicht führen, dafür aber in die grenznahe niederländische Stadt Arnheim.

Die "Re-Invention-Tour" wurde mit Einnahmen von ca. 125 Millionen Dollar, von denen Madonna angeblich mehr als 79 Millionen kassierte, zur umsatzstärksten Tournee des Jahres 2004. Natürlich erntete Madonna erneut Kritik für die hohen Ticketpreise und ihre hohen Einnahmen, die sich in den Augen der Presse nicht mit ihrer Botschaft der Nächstenliebe und ihrem religiösen Streben nach einer verbesserten Welt vereinbarten. Letztendlich erwies sich die Tournee als einer der letzten Goldgruben in der kriselnden Musikindustrie. Die Absatzkrise der Plattenindustrie war nicht zuletzt dafür verantwortlich, dass Madonnas 1992 gegründetes Label Maverick nach sieben sehr erfolgreichen Jahren ab 1999 rote Zahlen schrieb. So kam es zwischen dem Warner-Konzern und Madonna zur gerichtlichen Auseinandersetzung über den Verkaufserlös für Madonnas Anteile an Maverick. Angeblich erhielt Madonna im Juni 2004 nicht mehr als 10 Millionen Dollar. Fraglich bleibt, inwiefern dieser Streit ums Finanzielle die weitere Geschäftsbeziehung schaden würde.
Nur zwei Tage nach dem Ende der Tour begaben sich Madonna und Guy Ritchie zusammen mit 2.000 Kabbala-Anhängern zur jüdischen Neujahrs-Feier auf eine spirituelle Reise nach Israel. Während ihres gesamten Aufenthalts wurden sie massiv von der einheimischen Paparazzi verfolgt. Bei einem Zusammenstoß zwischen den Pressefotografen wurden zwei ihrer Bodyguards wegen Prügelei verhaftet. Weitere Nebeneffekte des Besuchs waren Proteste fundamentalistischer Juden sowie Bestrebungen der israelischen Regierung, den durch Unruhen lahm gelegten Tourismus des Landes mit Hilfe der weltweiten PR wieder in Gang zu bringen.
Ein weiterer großer Tag in Madonnas Karriere war im November die Aufnahme als Gründungsmitglied in die britische "UK Hall of Fame" der Rock- und Popmusik. In ihrer Ansprache drückte Madonna sinngemäß ihre Dankbarkeit darüber aus, dass sie eine Stimme habe nicht nur zum Singen, sondern um den "Mund aufzumachen" und anderen eine Stimme zu geben. Am selben Tag hatte sie bei einer Signierstunde im Londoner Kaufhaus Selfridges anlässlich der Veröffentlichung ihres vierten Kinderbuchs "The adventures of Abdi" bewiesen, dass sie nicht mehr der unnahbare Star war. Nicht nur in Einzelfällen ließ sie sich auf persönliche Gespräche, Händeschütteln und Umarmungen mit den Fans ein.

Wohltätigkeiten und Studioarbeiten (2005)

Beim Live8-Konzert

am 2. Juli 2005

Auf den Monat genau 10 Jahre nach dem ersten Auftritt als Foto-Modell für Versace sah man Madonna im Januar 2005 erneut auf Werbefotos für die Kollektion des italienischen Modehauses. Im Frühjahr veröffentlichte Madonna zu Gunsten von Unicef ihr fünftes und vorerst letztes Kinderbuch "Lotsa de Cosha" und machte sich an die Arbeit für zwei für den Herbst angekündigte Veröffentlichungen: Mit dem Regisseur Jonas Ackerlund verarbeitete sie die während ihrer Re-Invention-Tour backstage entstandenen Filmaufnahmen zu einem neuen Dokumentarfilm mit dem Titel "I'm going to tell you a secret". Gleichzeitig startete sie mit den Arbeiten an einem neuen Album. Den Fans wurde die Wartezeit bis zu den Veröffentlichungen im Herbst ein wenig verkürzt durch Madonnas Auftritt bei den Live8-Konzerten. Dabei sorgte nicht nur ihre mitreißende Performance der Hits "Like a Prayer", "Ray of Light" und "Music" für Aufsehen, sondern auch ihre herzliche Umarmung der Äthiopierin Birhan Woldu, die 1985 im Rahmen der damaligen Live Aid-Konzerte berühmt wurde. Damals sah sie die Welt auf einem traurigen Foto als fast verhungertes Kind. Zwanzig Jahre später strahlte sie als glückliche junge Frau, der geholfen werden konnte.
Mit dem Live8-Auftritt kam eine Phase in Madonnas Karriere, die bis auf die Re-Invention-Tour keine großartigen Erfolge vorweisen konnte, doch noch zu einem krönenden Abschluss. Madonnas Weltverbesserungs- und Belehrungsthemen waren beim Publikum und den Medien nicht nur weniger gut angekommen als viele andere Themen in ihrer Karriere, sie wurden ihr vielfach sogar übel genommen. Nach vorherrschender Meinung sollte Madonna der materiell-westlichen Welt, die sie groß gemacht hatte, Spaß bereiten und ihr nicht als belehrende Moralistin den Spaß verderben. Und, als ob Madonna verstanden hätte, erfand sie sich wieder neu...


< Vorheriges Kapitel Nächstes Kapitel >

Änderung

Letzte Änderung am Sonntag, 16. Januar 2011 um 15:02:10 Uhr.

Bewertung

Bitte bewerten Sie diese Seite durch Klick auf die Symbole.